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Truckerstreik in Kolumbien

Truckerstreik in Kolumbien

deutsch

|

7 min

| 2016 |

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Im Juli und August 2016 streikten die LKW Fahrer in Kolumbien 45 Tage lang gegen die Liberalisierung des Transportsektors und die Korruption der Behörden. Sie protestieren gegen die Lizenzvergabe an große Fuhrunternehmen mit guten Kontakten zur Regierung und 50.000 illegal erteilte Fuhrlizenzen. Ein weiteres Thema war die Privatisierung der Wartung der Verkehrwege und die Einführung einer Autobahnmaut ähnlich wie in Rußland, wo die Einführung zu einem 5monatigen Arbeitskampf der LKW Fahrer geführt hatte (wir berichteten). Die Maut und die niedrigen Frachtpreise führten zu enormen Einkommenverlusten für die LKW Fahrer. "Wir streiken, da wir inzwischen nahezu unbezahlt arbeiten", sagt einer von ihnen in dem Video. 

Die Kleinbauern, die sich ebenfalls im Kampf gegen die Folgen des Freihandelsabkommens mit den USA befinden, solidarisierten sich mit den Truckern und unterstützten deren Forderungen. Als die Streikenden alle wichtigsten Autobahnen des Landes blockierten, wurden sie militärisch geräumt. Ein Fahrer wurde durch eine Tränengaspatrone der Polizei getötet, woraufhin sich die Wut der Streikenden entlud: Rathäuser wurden angegriffen, eines wurde geplündert und niedergebrannt. Als dann auch noch infolge des langanhaltenden Streiks die Lebensmittelpreise explodierten, musste die Regierung einlenken. Sie gab 1300 Fahrlizenzen zurück, die sie zuvor streikenden LKW Fahrern entzogen hatte. Höhere Frachtpreise wurden festgelegt und eine neue Abwrackprämie für LKW wurden vereinbart. Die Fragen der Maut und der Dieselpreise bleiben offen. 

team: kilometerfresserTV

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