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Der Streik um den TVStud

Der Streik um den TVStud

deutsch

|

10 min

| 2018 |

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Der größte und längste Streik an deutschen Hochschulen begann im Januar 2018  und endete im Juli 2018. Hier ein Interview zu den Gründen für den Streik, dem Streikverlauf und dem Ergebnis. 

Der Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (kurz: TV Stud) regelt die Arbeitsbedingungen der ca. 8.000 studentischen Hilfskräfte, die in ganz Berlin an Universitäten und Hochschulen arbeiten. Er wurde in den 1980ern durch mehrwöchige Streiks erkämpft und stellt in der BRD den einzigen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte dar. Da sich der Tariflohn seit 2001 verschlechterte und es keine Verbesserungen am TV Stud gab, startete zuletzt 2015 eine Initiative für einen neuen Tarifvertrag.
Der daraus resultierende Tarifkonflikt wurde nach mehrjähriger Kampagnenarbeit, neun Verhandlungsrunden, dutzenden Protestaktionen und 40 Streiktagen im Juli 2018 durch eine Befragung unter den studentischen Beschäftigten beendet. Im Herbst 2018 unterzeichneten die Gewerkschaften ver.di und GEW mit den Vertretungen aller Berliner Hochschulen einen neuen Tarifvertrag.

Die Auseinandersetzung um den TV Stud steht im Kontext weiterer Arbeitskämpfe in Berlin, wie beim Botanischen Garten, der Charité Facility Management (CFM) oder der Vivantes Service GmbH (VSG). Das verbindende Element ist die Berliner Landespolitik, die über Auslagerungen aus dem öffentlichen Dienst Tarifflucht betreibt und Arbeitsbedingungen im Verantwortungsbereich der öffentlichen Hand systematisch vernachlässigt.
 

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