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Repressionswelle gegen Streikende in Italien

Repressionswelle gegen Streikende in Italien

italienisch mit dt. UT

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4 min

| 2021 |

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Am 10. März 2021 hat die Polizei versucht, den Streikposten vor der Textilfabrik Texprint in Prato aufzulösen.
Dort kämpfen die Arbeiter_innen seit 40 Tagen für normale Bedingungen und korrekte Verträge. Sie arbeiten mit falschen Ausbildungsverträgen, 12 Stunden Schichten, an sieben Tagen die Woche.
Sechs Arbeiter wurden ins Krankenhaus gebracht, es gab viele Verletzte. (Zwei Tage später hat eine LKW-Fahrer versucht Streikende anzufahren, das ist in diesem Video hier dokumentiert)

Am selben Tag wurden in Piacenza 21 Wohnungen von Fedex-TNT Arbeitern und Si Cobas Aktivisten durchsucht, Handys und PCs beschlagnahmt. Zwei SI Cobas Gewerkschafter wurden unter Hausarrest gestellt. Gegen sieben (migrantische) Arbeiter wurde ein Ausweisungsverfahren eingeleitet. Vorausgegangen war ein erfolgreicher Streik im Logistikzentrum von Fedex-TNT in PIacenza. Die Polizei hatte den Streikposten angegriffen indem etwa Tränengas direkt auf die Streikenden abgefeuert wurde. Arbeiter_innen aus umliegenden Warenlagern waren herbeigeeilt, um die Streikenden zu unterstützen und den Streikposten zu halten. Die Arbeiter hatten nach 13tägigem Streik im Februar alle ihre Forderungen durchsetzen können. (Die Geschäftsführung hatte während der Verhandlungen angegeben, dass der Streik einen Schaden von 7 Millionen pro Woche angerichtet habe. Der Kampf wurde von TNT Arbeitern in Belgien unterstützt, die Flugzeuge mit Waren blockiert haben.)

Tonspur von Radio Onda Rossa.

Hier ein Interview mit SI Cobas Gewerkschaftssekretär Tiziano Loreti vom 12. März 2021.

Und hier unser Dokumentarfilm über die Entstehung des SI Cobas "Die Angst wegschmeißen"

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