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Hasse deinen Chef, nicht die Migranten, du Volltrottel!

Einladung: Antirassistische internationalistische Versammlung

am 23.9.2018 in Bologna

Die Einwanderungsfrage ist zu einer zentralen politischen Frage in Europa geworden, ein Vorwand, um die Arbeiter_innen zu spalten und zu unterwerfen, auch ideologisch und politisch, und um dem Nationalismus Nahrung zu geben und die Massen gegeneinander zu hetzen und hinter der imperialistischen Politik ihrer jeweiligen Regierungen zu versammeln.

Ähnliche übel riechende Winde haben die Massaker der beiden Weltkriege angekündigt. Während die Einwanderung, bezogen auf die letzten Jahrzehnte, auf einem historischen Tiefstand ist und die Bourgeoisie in Europa migrantische Arbeitskräfte braucht, um dem deomgraphischen Wandel und der Alterung der Gesellschaft zu begegnen, erheben sich die rassistischen Kläffer immer schriller, vom italienischen und deutschen Innenminister abwärts, um Groll und Gewalt gegen die Einwanderer zu schüren. Mit der Droge des Rassismus wollen sie die Einwanderer erpressen, die Löhne niedrig halten, und die Arbeiter_innen an sich binden, indem sie den prekären, unterbezahlten und misshandelten Arbeiter glauben machen, er wäre Teil der gleichen Nation wie seine Ausbeuter, und dass sich seine Situation verbessern würde, wenn nur die "Fremden" ("die ihm die Arbeit stehlen, die Sozialleistungen, die Wohnung, die die Löhne ruinieren, und kriminell sind") zurück geschickt würden.

Die Gesellschaft spaltet sich beim Thema Migration in zwei Fronten, mit den Rassist_innen, die gegen Einwanderung sind, in der Offensive. Für uns ist das nicht nur eine humanitäre Frage, eine Frage der Solidarität mit anderen menschlichen Wesen, es ist eine Klassenfrage: die Eingewanderten sind in ihrer übergroßen Mehrzahl Proletarier_innen, Lohnarbeiter_innen oder Arbeitssuchende, sie sind in jedem Land ein wichtiger Teil der Arbeiter_innenschaft. Sie haben die gleichen Interessen wie die einheimischen Arbeiter_innen, und nur wenn sie zusammen kämpfen, können sie ihre Bedingungen verbessern, wie die Kämpfe in der italienischen Logistik zeigen und gezeigt haben. Es sind nicht die Einwanderer, sondern die Arbeitgeber mit den Regierungen im Rücken, die die Arbeit prekarisiert, ihre Flexibilisierung durchgesetzt haben, die Kündigungen frei und in terroristischer Weise benutzen und die die Löhne gesenkt haben (z.B. in Italien mit dem Jobs Act von Renzi, für den das "Würde"-Dekret von Di Maio nur das Make Up war). Es sind nicht die Einwanderer, sondern die Arbeitgeber, die versuchen, die eingewanderten und die einheimischen Arbeiter_innen zu spalten, auch um sie untereinander in Konkurrenz zu setzen, um die eingewanderten Arbeiter_innen unter Druck zu halten, damit sie den einheimischen Arbeiter_innen sagen können: Wenn ihr diese Bedingungen und niedrigen Löhne nicht akzeptiert, gibt es Einwanderer, die schon darauf warten, euren Platz einzunehmen.

Die rechtliche Gleichstellung für die Einwanderer, die Abwesenheit von Erpressung durch die Aufenthaltserlaubnis, ist auch im Interesse aller anderer Arbeiter_innen, egal aus welchem Land sie kommen. Dem Rassismus geht es darum, die Einheit im Kampf zu unterbinden und darum, die Einheimischen und die Eingewanderten zu spalten, um sie noch intensiver ausbeuten zu können.

Wir sind gegen Rassismus und Xenophobie, weil wir für die Einheit der arbeitenden Klasse sind, die international ist; weil wir gegen das Gift des Nationalismus sind, gegen das Kapital, das international ist; weil wir gegen das Gift des Nationalismus sind, das Proletarier_innen gegen andere Proletarier_innen mobilisiert, auch in der Form des "Souveränismus".

Wir sind für den Aufbau einer weltweiten antirassistischen Front v.a. in Europa, die den Rassismus auf dem sozialen und gewerkschaftlichen Feld bekämpft, indem sie die Einheit der einheimischen und eingewanderten Arbeiter_innen im Kampf stärkt. Auf ideologischer Ebene, indem sie die Lügen des Rassismus entlarvt, und auf politischer Ebene, indem sie der Diskriminierung und den faschistischen Attacken gegen die Eingewanderten entgegentritt.
Es ist ein entscheidender Moment für Italien und Europa, der es nötig macht, dass man sich unabhängig von der eigenen Organisationszugehörigkeit zusammenschließt für die Einheit der Proletarier_innen auf nationaler und internationaler Ebene, gegen den Rassismus und den Nationalismus. Wir laden alle Organisationen, Zusammenschlüsse und Einzelpersonen, die dieselbe Notwendigkeit sehen, eine Front gegen den Rassismus und gegen die Attacken gegen die Eingewanderten herzustellen, auch jene, die nicht an der vorangegangenen Versammlung vom 8. Juli teilgenommen haben, ein, an der antirassistischen Versammlung teilzunehmen, die in Bologna im SI Cobas Büro, via Aurelio Saffi 30, am Sonntag, den 23. September ab 10h stattfinden wird.

Wir unterstützen eine Initiative für eine Koordination der Bewegungen und der gewerkschaftlichen und politischen Organisationen auf europäischer Ebene!
 

S.I. Cobas

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