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"Ich muss noch aufstocken" - Gründe für den Streik des Bodenpersonals in TXL

"Ich muss noch aufstocken" - Gründe für den Streik des Bodenpersonals in TXL

deutsch

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3 min

| 2017 |

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2016 verzeichneten die deutschen Verkehrsflughäfen über 220 Millionen Passagiere. Rund 45 Millionen Passagiere mehr als 2006. Dieses um 26% gestiegene Verkehrsaufkommen wurde von etwa derselben Anzahl Beschäftigter in den Bodenverkehrsdiensten bewältigt - für weniger Geld:

verdi beobachtet Einkommensverluste von bis zu 30%, trotz steigender Passagierzahlen und wachsender Gewinne.

Ein Streikender, der seit 30 Jahren am Flughafen Tegel arbeitet: "Es ist nichts schlimmer, als wenn jemand sagt: "Hey, ich muss noch zum Amt, ich muss noch aufstocken. Oder: Sorry, ich kann da nicht. Ich hab da noch meinen Nebenjob an der Tanke."

 Die meisten Kolleg_innen haben Teilzeitverträge. Sie arbeiten für Tochterunternehmen der Aviation Ground Service Berlin (AGFB). Zunächst für 9,- Euro die Stunde, nach zwei Jahren, wenn sie sich bewährt haben, für 10,20 Euro. "Und wenn sie ganz viel Glück haben werden sie nach 7, 8 Jahren in die AGFB übernommen." (aus dem Video)

Die Gewerkschaft einigte sich am 28. März 2017 auf 1,90 Euro pro Stunde mehr über drei Jahre. Dieses Ergebnis wurde bei der Urabstimmung am 6. April von 56,8% der Beschäftigten abgelehnt. Hier ein Artikel dazu von ver.di aktiv: "Das Gefühl einer Bruchlandung"

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