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Direkte Aktion sud commerce

Direkte Aktion sud commerce

französisch mit dt. UT

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4 min

| 2016 |

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Widerstand von Arbeiter_innen ist in kleineren Unternehmen besonders schwierig, wo Arbeitgeber direkt Druck auf ihre Angestellten ausüben. Aber Aktionen gegen unfaire Behandlung und ungesetzliche Kündigungen ist trotzdem möglich, wie dieses Video einer Aktion von der Gewerkschaft Solidaires Sud Commerce in Frankreich zeigt.

In diesem Fall wollte der Inhaber eines kleinen Schuhgeschäftes seinen Laden schließen ohne seinen Angestellten die ihnen zustehenden Abfindungen zu zahlen. Er entließ jede seiner drei Verkäuferinnen aus anderen Gründen je nachdem welchen Vertrag sie hatten: Die erste, die fest angestellt war, wurde wegen “grobem beruflichen Fehlverhalten" entlassen (das wie sich herausstellte darin bestand, dass sie zu spät zur Arbeit kam als sie weit entfernt wohnte und schwanger war), die zweite wurde "aus ökonomischen Gründen" entlassen und die letzte, die erst vor kurzem angefangen hatte, wurde während ihrer Probezeit entlassen.

Um gegen diese ungesetzlichen Kündigungen vorzugehen hat Sud Solidaires eine direkte Aktion organisiert. Sie haben den Laden gestürmt, um den Arbeitgeber unter Druck zu setzen und ihn zu warnen, dass sie weitere Aktionen in diesem und seinen anderen Schuhgeschäften organisieren und ihn anzeigen würden.

Da der Arbeitgeber seine Entscheidungen nach der Aktion nicht revidierte, hat Solidaires Sud für die erste der Gekündigten auf Wiedereinstellung geklagt. Das Arbeitsgericht wird diesen Monat entscheiden.

Mehr zu den Aktionen von Solidaires Sud in kleinen Unternehmen (TPE  sind solche mit weniger als 10 Angestellten), siehe die Facebookseite: https://www.facebook.com/SolidairesTPE/

team: SUD Commerce

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