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Generalstreik 18. März 2016 in Italien

Generalstreik 18. März 2016 in Italien

italienisch mit dt. UT

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8 min

| 2016 |

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Am 18, März 2016 fand in Italien ein von einigen Basisgewerkschaften organisierter Generalstreik statt. Unter dem Motto "Krieg dem Kriege" gingen in Städten wie Neapel, Bologna, Mailand, Florenz, Parma und Turin Arbeiter_innen auf die Straße, um gegen die Kriege, die Kürzungen der Sozialausgaben, die Lockerung des Kündigungsschutzes und den sogenanten "Jobs Act" zu protestieren. (Der "Jobs Act" ist ein Bündel von Gesetzen, die die Situation der Arbeitnehmer_innen in Italien massiv verschlechtert.) 

Vor den Demonstrationen in den Innenstädten gab es viele Streikposten, z.B. vor Maserati in  Modena, aber auch in Senigallia, Pavia, Pordenone, Piacenza. Wieder einmal wurde die Logisikindustriezone Interporto (die nur eine Zufahrtsstraße hat) in Bologna blockiert. Mitgemacht haben auch in Basisgewerkschaften organisierte Busfahrer, Zug- und U-Bahnpersonal, sodass Züge, Busse und Flugzeuge in mehreren Städten still standen. Student_innen haben in Solidarität mit dem Streik die politikwissenschaftliche Fakultät in Bologna besetzt. 

Im Video sehen wir den Sprecher der S.I.Cobas, Aldo Milani, der klarstellt, dass die Kriege, die geführt werden, Kriege gegen die Arbeiter_innenklasse sind und einen Generalstreik in der Fleischindustrie im Raum Modena ankündigt.

Der italienische Ministerpräsident Renzi sah sich genötigt, sich noch am selben Tag am Rande des EU Gipfels über den Generalstreik lustig zu machen und in etwas verklausulierter Form das Verbot der Gewerkschaften zu fordern, die ihn organisiert haben.

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