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Argentinien: Repression gegen feministische Demo

Argentinien: Repression gegen feministische Demo

spanisch mit dt.UT

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5 min

| 2016 |

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Rosario, Argentinien, Oktober 2016: eine feministische Demonstration gegen häusliche Gewalt und für die Legalisierung der Abtreibung wird von der Polizei angegriffen. Protestierenden werden mit Gummigeschossen und Tränengas angegriffen, als sie in die Nähe der Kathedrale kommen, einem Symbol der katholischen Kirche und ihrer anti-Abtreibungshaltung. In Argentinien ist Abtreibung nur in wenigen Fällen legal, und die meisten Abtreibungen werden illegal vorgenommen, unter sehr prekären Bedingungen. Abgesehen davon wird in Argentinien alle 30 Stunden eine Frau ermordet, weil sie eine Frau ist. 

Die Demonstration fand im Rahmen des Nationalen Frauentreffens Encuentro National de Mujeres statt, an dem 70.000 Frauen teilnahmen. "Angesichts der schrumpfenden Entscheidungsspielräume zwischen neoliberaler Regierung und katholischer Kirche radikalisiert sich die argentinische Frauenbewegung und gewinnt an Stärke", schreibt Caroline Kim im ak 621.

Das Video des deutschen Videokollektivs leftvision dokumentiert die Ereignisse und lässt Aktivistinnen zu Wort kommen: "Als Frau hier in Rosario auch nur einen Block zu laufen ist fast schon widerwärtig. Denn wenn dir nicht jemand hinterherschreit, gibt es sicher einen, der dich anfaßt." (aus dem Video) 

Tags: feminismus

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